Herzlich Willkommen
bei der Grütli Stiftung Zürich

Die Grütli Stiftung unterstützt gemeinnützige Projekte im Kanton Zürich. Dabei stehen die Bereiche Integration und Bildung im Vordergrund. In Anlehnung an die Entstehungsgeschichte beteiligt sich die Grütli Stiftung gelegentlich auch an den Projektkosten für künstlerische, kulturelle Druckerzeugnisse.

Einzelhilfe und Unterstützung von Projekten ausserhalb der Schweiz sind nicht vorgesehen. Gesuche der gleichen Organisation können frühestens nach drei Jahren wieder eingereicht werden.

 

Leitbild

Mission und Vision:

Als Förderstiftung unterstützt die Grütli Stiftung gemeinnützige Aktivitäten, Angebote und Projekte.
Mit ihrem Beitrag will sie dabei helfen, auf die sich wandelnden gesellschaftlichen Bedürfnisse Antworten zu finden.

Leitsätze:

  • Wir arbeiten effizient und unbürokratisch.
  • Wir legen Wert auf Kompetenz und Professionalität.
  • Wir beurteilen Eingaben politisch und ideologisch neutral.
  • Wir kommunizieren offen, klar und transparent.
  • Wir betrachten Antragstellende als Partnerinnen und Partner und kommunizieren mit ihnen auf Augenhöhe.
  • Wir gehen sorgfältig mit den uns anvertrauten Mitteln um.

 

Die Geschichte der Grütli Stiftung

(Auszüge aus Texten von Alfred Gerster, 1986, und Sigi Schär, 1991)
Im Mai 1838 wurde in Genf der Schweizerische Grütli Verein gegründet. Es handelte sich um eine Arbeiterbewegung, die nicht marxistisches, revolutionäres Gedankengut vertrat, sondern auf dem Boden des freiheitlich-demokratischen Rechtsstaates stand. Ihr gehörten auch Kleingewerbler an. „Der Grütlianer“ als Vereinsorgan erschien erstmals am 1. Oktober 1851. (…) 1889 wurde die Grütli Druckerei als Anhängsel und „Dienstleistungsbetrieb“ des Grütli Vereins gegründet; sie bezog Domizil an der Kirchgasse 17/19 in Zürich. 1893 reduzierte die Grütli Druckerei die tägliche Arbeitszeit auf 8,5 Stunden, um zu beweisen, dass der Grütli Verein nicht nur in der Theorie, sondern auch praktisch sozial eingestellt sei. Ferner wurden Neujahrs-Gratifikationen an sämtliche Angestellte in der Höhe eines Wochenlohns ausgerichtet. (…) 1893 beschäftigte die Grütli Druckerei insgesamt 38 Personen und war damit zum viertgrössten Druckereibetrieb Zürichs aufgestiegen. (…) Am 1. April 1897 konnten die Liegenschaften Kirchgasse 17/19 zu einem Preis von 320'000 Franken erworben werden. Druckerei und Liegenschaft wurden – wie es in den Jahresberichten heisst – bald einmal zur „Milchkuh“ des nach und nach zu serbeln beginnenden Grütli Vereins. Um die erlahmte und abgemagerte Kuh, die kaum mehr Milch gab, zu retten, wurde die Druckerei 1923 in eine eigenständige Genossenschaft überführt. Volle Eigenständigkeit und Unabhängigkeit erlangte sie dann 1925, als der Grütli Verein offiziell aufgelöst wurde. (…)

Man liest in den Berichten der 50er Jahre, dass Setzmaschinen, Druckmaschinen und Falzmaschinen zu ersetzen waren. Bald darauf, in den 60er Jahren, war aber auch schon von Fotosatz die Rede, der vielleicht einmal alles einholen werde, weshalb vor- und weitsichtig zu investieren sei. (…) In den 70er Jahren wurde die Zeit für das Druckereigewerbe tatsächlich härter. Konjunktureinbrüche auf der einen, allgemeine Unruhe bei der Arbeitnehmerschaft auf der anderen Seite. Die Grütli Druckerei konnte aber dank ihrer Grösse beziehungsweise ihrer Kleinheit und Flexibilität noch durchaus gute Jahre verzeichnen.

1976 begann es dann aber auch an der Kirchgasse zu kriseln. Die Gewerkschaften heizten ihrerseits die Stimmung an, indem sie den Gesamtarbeitsvertrag kündigten. 1977 kam zwar ein neuer Gesamtarbeitsvertrag zustande, der aber weitgehend nicht befriedigte. Auf Arbeitgeberseite war er vor allem für Klein- und Mittelbetriebe belastend, weil kurzfristig auf die 40-Stunden-Woche reduziert werden musste. In Genf kam es 1977 zu ersten Streiks in Druckereien, und 1980 wurde die Grütli Druckerei mit ihren 35 Arbeitsplätzen ebenfalls wegen eines Streiks stellgelegt. (…) Daraufhin wurde an einer ausserordentlichen Generalversammlung vom 21. November 1980 beschlossen, den Druckereibetrieb auf Ende 1980 zu schliessen. Gleichzeitig wurde die 28 Mitglieder umfassende Genossenschaft in eine gemeinnützige Stiftung umgewandelt und die Liegenschaften von der Genossenschaft auf die Stiftung übertragen. (…) Die Liquidation des Betriebs, die Umwandlung der Genossenschaft in eine Stiftung sowie die umfangreiche Sanierung der Liegenschaften hat in den Jahren zwischen 1980 und 1985 von seiten des Stiftungsrats enorm viel Aufwand erfordert. (…)

Im Jahr 2008 sprach man zum ersten Mal über eine mögliche Veräusserung der stiftungseigenen Liegenschaften. (…) Die Liegenschaften wurden dann im 2010 verkauft, was die Grütli Stiftung in eine komfortable finanzielle Situation brachte.

 

Zweck der Grütli Stiftung gemäss Stiftungsurkunde

Die Stiftung bezweckt, aus dem Ertrag des Stiftungsvermögens durch einmalige oder wiederholte Zuwendungen an gemeinnützige, kulturelle und/oder wohltätige Institutionen und Werke deren Bestrebungen zu unterstützen und zu fördern, sofern diese ihre Tätigkeit im Kanton Zürich oder im allgemein schweizerischen Interesse entfalten und aufgrund ihrer Gemeinnützigkeit Steuerfreiheit geniessen. Zuwendungen können auch an Einzelpersonen erfolgen, sofern Gewähr dafür besteht, dass die Mittel entsprechenden Zwecken zugeführt werden.

 

Leitfaden zur Erstellung eines Gesuchs

Damit wir Ihren Unterstützungsantrag bearbeiten können, bitten wir Sie, diesen wie nachfolgend beschrieben auf dem Postweg einzureichen.

1. Angaben zur Organisation

  • Name
  • Rechtsform (Verein, Stiftung, etc.)
  • Status Steuerbefreiung
  • Gründungsdatum
  • Adresse und Internetadresse

2. Angaben zum Gesuchstellenden

  • Name
  • Post- und E-Mail-Adresse
  • Funktion in der Organisation

3. Projektbeschreibung

  • Zusammenfassung des Projekts (max. zwei A4-Seiten)
  • Ziele / Zielgruppe
  • Zeitlicher Ablauf

4. Budget

  • Detaillierter Finanzierungsplan
  • Vorhandene Kostenvoranschläge
  • Spendenziel sowie Informationen zu anderen Donatoren und bereits zugesicherten Beträgen
  • Beantragter Förderbeitrag

5. Beilagen (sofern vorhanden)

  • Jahresbericht (inkl. Bilanz/Erfolgsrechnung)
  • Organisationszweck
  • Einzahlungsschein

Eine gute Hilfestellung finden Sie bei Swiss Foundations: „Das perfekte Gesuch“ www.swissfoundations.ch (Download pdf-File)

 

Stiftungsrat



„Viele gute Ideen scheitern an den fehlenden Finanzen. Es ist ein Privileg, wenn man als Stiftung dazu beitragen kann, dass gemeinnützige Projekte realisiert werden können.“

Präsident
Fritz Frischknecht

lic.oec., Mitinhaber einer PR-Agentur, die auch zwei Förderstiftungen und zwei gemeinnützige Stiftungen führt



„Der gesellschaftliche Wandel fordert innovatives Denken kombiniert mit der Übernahme von Verantwortung. Es ist eine schöne Aufgabe, einen Beitrag zu leisten, dass Aussergewöhnliches möglich wird.“

Vizepräsidentin
Romana Leuzinger

Organisationsberaterin, Dozentin an verschiedenen Weiterbildungsinstitutionen, Präsidentin einer sozialen Organisation (Zentrum Inselhof)


„Meine Mitmenschen liegen mir sehr am Herzen. Gerne setze ich mich für diejenigen ein, die aus den verschiedensten Gründen nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen. Meine Mitarbeit in der Grütli Stiftung gibt mir eine gute Möglichkeit dazu.“

Stiftungsrätin
Monika Diem-Bärtsch

Geschäftsführerin Stiftung „Perspektiven“ von Swiss Life und Stiftungsrätin Stiftung Zürcher Spendenparlament

 

Kontakt

Unterstützungsgesuche sind per Post zu richten an:


Kirchgasse 38
Postfach 373
8024 Zürich

Telefon: 044 254 60 31

Weitere Informationen/Auskünfte erhalten Sie unter:
info@gruetli-stiftung.ch

Spendenadresse:
Postkonto: 85-188969-1
IBAN: CH03 0900 0000 8518 8969 1